San José – Diebstahl und Verfolgungsjagd; Übergabe; Kindermuseum

Unsere letzte Reise nach San José bevor es weiter nach Mexiko geht. Wir kannten uns jetzt schon gut aus und wussten wo wir hinwollten, welcher Bus uns an unser Ziel bringt. Das hat es insgesamt einfacher gemacht.

Glück gehabt

Als wir von unserem Einkauf in unser Hotel zurückkehrten, hielt ich für alle die Tür auf und auf einmal merkte ich einen straken Druck am Hals. Sekunden später habe ich erst realisiert was passiert war. Meine Goldkette wurde mir gestohlen. Ich sah den Typen in schwarz auch schon wegrennen. Es dauerte nochmal ein paar Sekunden bis ich sagen konnte was passiert war. Und dann nochmal ein paar Sekunden, bis mein Mann reagierte und loslief. Diese Zeit kam mir vor wie eine Ewigkeit. Der Dieb war nun schon Mitten auf der Straße. Ich frage mich wie er so gezielt nach der Kette greifen konnte, ich hatte ein Kind in der Trage, einen Bikini an und ein Kleid mit Trägern. Ich selbst habe die Kette nicht mehr gesehen. Naja, mein Mann ist losgerannt- mit FlipFlops, ohne richtig auf den Verkehr zu achten. Ich habe hinterhergerufen, dass er es sein lassen soll. Da war er aber schon mitten in der Verfolgung. Ich habe die Kinder ins Hotel gebracht und der Rezeptionist hat aufgepasst, damit ich nochmal schnell um die Ecken schauen konnte. Aber von keinem eine Spur. Nach ca. 45 min stand unser Vermieter in der Tür und meinte zu mir, mein Mann sei am Telefon und ihm ginge es gut. Ich dachte er wäre nun komplett ausgeraubt- Handy, Geld, Reisepass weg. Aber nein- er stand mit seinem Gehilfen, der sich während der Verfolgungsjagd angeschlossen hatte und der Polizei dem Dieb gegenüber. Die Kette wurde bei der Durchsuchung nicht gefunden. Die Polizei meinte der hätte die längs jemand anderem gegeben. Nur durch die Mithilfe des anderen Ticos konnte mein Mann den Dieb schließlich von hinten festhalten und „bezwingen“. Wer meinen Mann kennt, weiß, dass diese Geschichte  ca. 1,5 Stunden dauert, wenn er sie erzählt. Da es viele Details zu berichten gibt. Darauf könnt ihr euch freuen, wenn wir uns irgendwann mal wieder sehen 😉 Dirk hatte bei seiner Verabschiedung vor dem Hotel zu uns gesagt, dass noch viele Dinge passieren würden, die nicht so toll sind, aber die im Nachhinein viel Stoff zum Erzählen bieten, wo man auch drüber lachen kann. Genauso ist es. In dem Moment allerdings war mir gar so zum Lachen. Es ist alles gut gegangen. Anzeige haben wir nicht erstattet, das hätte wohl 5 Stunden gedauert, der Dieb musste mit zur Wache. Am nächsten Tag hat uns unser Hotelbesitzer den Glückskleeanhänger, der an der Kette war überreicht, er ist irgendwo hängengeblieben, abgerissen und auf die Straße gefallen. 

Übergabe

Keine Angst, es sind keine Weiteren kriminellen Sachen passiert. Wir haben uns aber mit Amelie, dem Mädchen, was wir in Sámara kennengelernt haben, getroffen. Dieses Mal war ihre Oma dabei. Einen richtigen Spielplatz gibt es nicht in der Innenstadt, da blieb nur der Plaza de Cultura, wo aber alles was Spaß macht, verboten ist- klettern, rennen, Roller fahren. Dann blieb nur Uno spielen. Amelies Mama haben wir auch noch kurz getroffen, sie wollten weiter zum Flughafen um ihre Schwester (Tante, Tochter) abzuholen, die aus Deutschland zu Besuch kommen wollte. Amelie hat jetzt unseren blauen Roller bekommen und fährt damit hoffentlich fröhlich durch San José. Schön, dass wir euch nochmal gesehen haben.

Kindermuseum

Auf jeden Fall einen Besuch Wert ist das Museo de los Niños de Costa Rica. Hier gibt es soviel zu entdecken und Ausprobieren, zum Mitmachen und Beobachten, Entdecken und Erforschen. Man braucht viel Zeit und wenn man bei den Dinosauriern ist, wären Ohrenschützer empfehlenswert. Es gibt einen Einkaufsladen, verschiedene Berufe dargestellt, eine Bananenstraße, ein Café- man kann selbst kellnern,…, eine Eisenbahn, ein Dorf mit Feuerwehr, wo man sich als „echter“ Feuerwehrmann ausprobieren kann und die Brände löschen kann, eine Babyparadies, Flugzeuge, Ausgrabungen machen, Radiosendung aufnehmen,…. Geschichte, Geografie, Biologie, Physik, Chemie,…. Und noch viele Dinge mehr… auch auf jeden Fall für ältere Kinder zu empfehlen. 

Karamellpopcorn

Vor zehn Jahren gab es hier im Kino Karamellpopcorn.  Das war so lecker. Also haben wir uns auf die Suche gemacht und es in einer Mail auch gefunden. Es war die gleiche Mail wie vor zehn Jahren. Das Popcorn gab es auch. Es war aber so süß, dass uns die Zähne weh taten.

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1 Antwort

  1. Anna sagt:

    Typisch Micha 😂
    Ich frage mich, warum du nicht sofort hinterhergelaufen bist. So eine Trage kann dich doch nicht aufhalten und ich erinnere mich noch gut an deinen Ehrgeiz bei der versuchten Rettung des kleinen Eisbären 😉.

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