Los Angeles – Busfahren sollte man nicht, aber wir mussten es doch machen

 Einreise in die USA

Am Flughafen in Cancun mussten wir unser Aufgabegepäck wiegen und bezahlen. Da es etwas Übergewicht hatte sollten wir über Hundert Dollar nachzahlen. Wir haben aber einfach ein Vakuumpack herausgenommen und mit zu unserem Handgepäck gepackt. Das war kein Problem. Der Transport unseres Bodyboards sollte 50 Dollar kosten, also entschieden wir es zurückzulassen. Da fingen aber 2 Kinder laut an zu schreien und wir durften unseren Rucksack zusammen mit Surfbrett in eine Tüte packen und es konnte umsonst mitfliegen. Na fast, 1 Dollar kostete die große Gepäcktüte. Unsere Getränke für das Baby wurden mehrere Sicherheitskontrollen unterzogen und auch unser Essen musste mehrere Kontrollen durchlaufen. Wir trafen viele genervte unfreundliche Menschen. Handgepäck kann man viel mitnehmen, einige hatten riesige Koffer dabei und noch mehrere Taschen dazu. Es hat niemanden gestört. In LA gelandet mussten wir an einem Automaten unsere Reisepässe abscannen, Fotos von allen machen. Das war wirklich sehr lustig. Dann nochmal zu Passkontrolle, auf meinem Bild war ein Kreuz. Achtung, Gefahr! Ja, weil ich noch niemals in den USA war, sollte ich meine Fingerabdrücke abgeben. Ich wollte sie aber nicht auf dieses fettige Touchpad legen und habe gefragt ob er es reinigen kann. Mein Mann wurde leicht panisch und teilte mir mit, dass ich mich nicht mit dem Beamten anlegen soll. Ich habe meine Hände dann auf dieses eklige Touchpad gelegt und hatte meine Ruhe und durfte nun auch einreisen. Das war es schon.

Wir "dürfen" in die USA einreisen und landen erstmal in LA. Hier ist auch etwas Herbst… wir frieren … früh 16 Grad Celcius, mittags kann man kurze Hosen anziehen.

Gepostet von Vegund um die Welt am Freitag, 15. November 2019

Fahrt zu unserer Unterkunft

Wir wollten mit einem Taxi oder Uber zu unserer Unterkunft fahren. Vor dem Flughafen fuhr minütlich ein Shuttle zu den Taxen und Uberfahrern. ABER, kein Taxi oder UBER wollte uns transportieren ohne Kindersitze und zu fünft.  Es blieb nur der Bus, obwohl Johannes uns davon abgeraten hatte. Wir warteten eine halbe Stunde auf einen Shuttle der uns zur Metrostation brachte. Die Stimmung war gereizt, nach ca. 2Stunden Wartezeit am Flughafen mit Fragen und Recherchieren. Die Kinder waren müde, 3 Stunden Zeitumstellung nach hinten. Der Bus kam, er war voll, wir wollten rein und keiner machte Platz, obwohl man hätte rücken können. Wir sind trotzdem eingestiegen und standen mit Kinderwagen und großem Rucksack in der Tür, wir mussten mitfahren, keiner wollte noch länger warten. Es gab mit 2 Frauen eine heftige Auseinandersetzung, dann wurde uns von 2 Männern Plätze angeboten und wir waren drin. Ich war am Ende, ich wollte wieder zurück nach Mexiko. Dann umsteigen, Fahrkarte kaufen, in die Metro, umsteigen in den Bus, aussteigen und laufen. Im Bus waren wirklich komische Menschen, verrückt, stinkend, zugedröhnt, einige sahen aus wie Obdachlose. Das schöne war, wir sind mit vielen Mexikanern gefahren und ich konnte mich so langsam vom Spanisch sprechen verabschieden. Unsere Wohngegend… naja, viel Müll, viele Autos, vor jeder Einfahrt 2 Autos, in jeder Einfahrt mindestens 1 Auto, viele Autowracks. Das billige Desperate Housewifeviertel.

Insgesamt waren die drei Tage LA sehr anstrengend für uns, wir  konnten uns nur mit Bussen und der Metro fortbewegen, das heißt lange Fahrten, viele unfreundliche Busfahrer und verständnislose Fahrgäste, die uns fragten warum wir mit Kindern nur Bus fahren konnten. Wir sind viele Kilometer gelaufen um einen Supermarkt zu finden oder um etwas bezahlbares und veganes Essen aufzutreiben. Irgendwann hatten wir Glück vor einem Bioladen zu stehen. Dort gab es alles, die Preise waren utopisch. 

Walk of Fame und Santa Monica Pear

Wir haben uns auf nach Hollywood gemacht. Es war kein Problem mit der Metro dort hinzukommen. Auf dem Walk of Fame haben wir MickeyMouse und MiniMouse und noch viele andere Gestalten getroffen, es war nach 50m schon nervig, weil alle Fotos machen wollten. Gleich um die Ecke fanden wir einen kleinen veganen Laden, vom Einkaufszentrum sahen wir das Hollywoodschild. Ja, ehrlich gesagt, war es für mich nicht spektakulär… diese Scheinwelt. Dann sind wir ca. 2 Stunden zum Santa Monica Pear gefahren. Es war eiskalt, tausende Menschen, der Strand war fast leer. Nicht so schön wie im Film, aber man erkennt Ähnlcihkeiten.  Überall Obdachlose.

Wir besuchen Hollywood…#WeltreisemitKindern #vegundumdieWelt #veganundgesund #reisefamilie #walkoffame #hollywood

Gepostet von Stefanie Herzog am Freitag, 15. November 2019

Schuhe kaufen

Wir mussten für unseren Sohn Schuhe kaufen. Es war eine Herausforderung einen Schuhladen mit Kinderschuhen zu finden. Wir haben dann irgendwann Schuhe gefunden, die alten weggeschmissen. Sehr schnell haben wir festgestellt, dass die überhaupt nicht zum Laufen geeignet waren. In einem gleichen Laden, aber an einer anderen Stelle, konnten wir die Schuhe zurückgeben. Jetzt musste unser Sohn barfuß gehen bis wir den nächsten Schuhladen fanden. Am Abend auf dem Rückweg konnten wir dann in einer Art Karstadt der USA neue Schuhe kaufen. Endlich. 

Die drei Tage LA waren für uns sehr Kräfte raubend. Wir wollten so viele Dinge einkaufen, haben aber nicht einmal die Hälfte davon bekommen. Es war eiskalt, der Herbst tobte auch hier in der Stadt. Nur tagsüber konnte man kurze Hosen anziehen. Wir haben also alles angezogen, was wir an langen Sachen hatten und sahen aus wie Papageien. Wir haben wirklich soviel unfreundliche und genervte Menschen getroffen, dass es schwer fiel zu lächeln.

Fahrt zum Flughafen

Am 2 . Abend war mein Mann zu einem Basketballspiel von einer berühmten Mannschaft. Zurück ist er mit dem Taxi gefahren und hat mit dem Taxifahrer vereinbart uns am nächsten Morgen um 6 Uhr zum Flughafen zu fahren. Am nächsten Morgen um 6Uhr kam keiner, und in der Taxizentrale nahm keiner ab. Also sind wir zum Bus gerannt. Dort haben wir dann einen Einheimischen gefragt ob er nochmal ein Taxi rufen kann. Aber es war die gleiche Antwort: „3 Kinder, keine Kindersitze, keine Fahrt“. Achso, eigentlich wollten wir 3 Kindersitze in LA kaufen, dafür hätten wir fast ein Auto kaufen können, also haben wir entschieden ohne Kindersitze nach Hawaii zu fliegen. So, es waren jetzt noch etwas mehr als 2 Stunden bis zum Abflug, am ersten Tag haben wir für die Strecke 1,5 Stunden gebraucht. Ich war am Ende, ich wollte hier nicht noch einen Tag länger verbringen, ich musste dann im Bus mal kurz weinen, dann ging es mir besser… rote Ampeln, voller Fahrstuhl, die Metro fuhr uns vor der Nase weg, Umleitung,… puh, ich sag euch, das war kein Spaß. Irgendwann entspannte ich mich etwas, vielleicht sollte es so sein, dass wir den Flug nicht kriegen. Am Flughafen ging dann aber alles ganz schnell, Automat zum Check in, die vielen unfreundlichen Angestellten überrannten wir und dann saßen wir im Flieger nach Hawaii. Durchatmen, wir bekamen noch einpaar mehr Sitze und hatten viel Platz.

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