Einreise nach Mexiko

Auf dem Weg zum Flughafen hatten wir kurz mal Panik, da unser Taxifahrer uns mehrfach gefragt hat zu welchem Flughafen wir wollen. Natürlich den internationalen Flughafen. Ja, da waren wir uns sicher. Aber er fragte immer wieder bis wir dann feststellten, dass wir bei Uber einen kleinen Flughafen in der Stadt ausgewählt hatten. Deswegen dauerte die Fahrt auch nur 12 Minuten. Naja, er fuhr uns dann zum richtigen Flughafen. Irgendwann haben wir dann auch das Gepäck an der richtigen Stelle abgegeben und die Sicherheitskontrollen passiert. Der Flieger hatte 1 Stunde Verspätung. War erstmal nicht schlimm- wir sollten in Mexikocity 3 Stunden Zeit haben zum Umsteigen, also reichen 2 Stunden auch. Das dachten wir auch eine Weile und waren relativ entspannt. Irgendwann stellten wir aber fest, dass wir erst in Mexiko ganz normal einreisen müssen, bevor wir dann erneut einchecken müssen. Niemanden kümmerte es, dass  wir nur sehr wenig Zeit hatten. Wir sollten uns in die 300Menschenlange Schlange anstellen um zur Passkontrolle zu kommen. Das taten wir auch. Nebenbei sollten wir 5x Visumkarten ausfüllen. Mit 3 Kindern, die alle getragen werden wollten, Hunger hatten, müde waren und nicht warten wollte. Bei mir stieg der Adrenalinspiegel. Ich ging 3 Mal zum Diplomateneingang um unsere Situation zu schildern- keine Zeit, Flug geht weiter,…. Nach dem dritten Mal durften wir uns dann in der kurzen Schlange für Diplomaten anstellen. Das erste war geschafft. Jetzt Gepäck abholen, aber wo? Durch den ganzen Flughafen gerannt, dann haben wir es gefunden. Am Gepäckband stand keiner, einzelne Gepäckstücke lagen neben dem Band. Ich hatte immer noch die Hoffnung, wir würden in einen Transitbereich kommen, da wir ja weiterfliegen. Gepäck wurde durchleuchtet. Frage: „Haben sie Lebensmittel dabei?“ -Natürlich habe ich als Mutter von 3 Kindern für einen ganzen Reisetag Essen dabei. Wir brauchten ja noch Abendessen. So, und jetzt war jegliche Ruhe aus meinem Körper gewichen. Wir sollten es abgeben. Unser Abendessen. Bei mir schlugen alle Alarmglocken auf Rot. Kein Essen. In San José wollten wir für unser letztes Costa-ricanisches Geld essen kaufen für ca 10 Dollar hätten wir ein belegtes Brötchen bekommen, aber es war kein veganes dabei. Also gab es einen Apfel, eine Minifruchtbox und eine Mininusstüte für alle. Ich wusste also- essen kaufen wird teuer. Außerdem halte ich vom Wegschmeißen überhaupt nichts. Ich wollte es vor Ort aufessen, aber das durften wir nicht. Ich konnte weder spanisch noch englisch sprechen vor Aufregung. Ich habe der Dame versucht meine Lage zu erklären, aber nichts half. Die Tüte mit dem Essen war weg. Gut, wir mussten rennen, wir hatten nicht mehr viel Zeit und auf einmal stellten wir fest, dass wir schon draußen waren und immer noch unser ganzes Gepäck bei uns. Keiner konnte uns helfen. Wir fanden dann aber nach 3 Mal hin und her laufen den richtigen Schalter für den Check in. Eine wirklich lange Schlange. Ich bin ganz vorn gegangen und habe versucht zu erklären, was los ist. Aber es interessierte niemanden. Ich war völlig verzweifelt. Mein Mann hat die Sache jetzt übernommen und dann sind wir durch die Sicherheitskontrolle, auch mit unseren 4 Flaschen Wasser. Das haben sie uns abgenommen, dass die fürs Baby sind. Aber der Roller durfte nicht mit ins Flugzeug, also musste ich wieder zurückrennen und den Roller aufgeben. Dann waren wir durch. Nur noch das Abfluggate finden. Auch geschafft. Flug hatte 1 Stunde Verspätung. Mal gut, sonst hätten wir das Boarding auch nicht geschafft. Jetzt stellten wir fest, dass wir noch eine Tüte essen unter dem Kinderwagen hatten und niemand es gemerkt hat, weil ich mit der Frau so emotional diskutiert hatte und auch der Lebensmittelspürhund anscheinend durch dieses große Theater nichts gerochen hatte. Gutes Ablenkungsmanöver 🙂 Ich konnte mich jetzt wieder entspannen und tief durchatmen. Aber nie wieder umsteigen, zumindest nicht, wenn man dann nochmal ein Inlandsflug hat. Der Rest der Reise verlief problemlos. Viel Platz im Flugzeug, es gab Kartoffelchips. Mit dem Ubertaxi dann zur Unterkunft und um Mitternacht waren wir dann alle im Bett. Wir waren in Merida für 2 Nächte und wollten dann ans Meer…..

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