Blaue Lagune

Nach dem Frühstück erzählen wir hier noch mit den anderen Gästen oder basteln aus Müll Weihnachtsbäume oder andere tolle Sachen, waschen Wäsche, fegen oder helfen hier im Dorf irgendetwas mit (z.B. Mangoblätter harken). Dann machen wir uns auf den Weg auf die andere Seite der Insel. Dafür gibt es zwei Wege. Zunächst läuft man erstmal einen Berg hinauf, wo man eine tolle Aussicht über die Insel hat und man sieht tatsächlich auch das Ende der Insel. Sie ist nicht groß. Irgendwann teilt sich der Weg – der Linke führt hinunter zum Strand an vielen Mangobäumen vorbei bis zur Blauen Lagune. Hier findet man unzählige Palmen mit Kokosnüssen. Der andere Weg führt noch etwas den Berg hinauf und dann kommt man in dem großen Hotelgarten inmitten von Ananaspflanzen heraus.  Unten im Hotel gibt es einen Minimarket, wo man ein paar Snacks einkaufen kann. Obst und Gemüse muss man vorbestellen. An einem Tag hatten wir so einen Hunger auf Tomaten, dass wir uns ein Kilogramm davon mitgenommen haben um sie am Strand zu essen.

Am Strand haben wir einen großen Holzstamm im Sand vergraben, damit dort die Kokosnüsse geöffnet werden können. Wir suchen also Kokosnüsse, öffnen sie und essen sie auf. Oft verschenken wir sie auch an andere Badegäste oder unsere Homestaynachbarn. Mein Mann hat also gut zu tun. Einheimische, die auf ihre Schnorchler warten, zeigen uns immer mal wieder ein paar Tricks zum Öffnen der Kokosnuss, sodass die Technik weiter perfektioniert wird. Aber so schnell, wie der eine Taucher ist mein Mann noch nicht – 4 Kokosnüsse in 1 Minute. Ja, es liegt auch am Reifegrad und der Größe der Kokosnuss, der Machete, aber auch viel an der Technik. Auf dem Mangotrail, den wir oft nehmen, sammeln wir noch 10- 15 Mangos, die wir dann auch am Strand essen. Unser Mittagessen besteht also hauptsächlich aus Kokosnuss und Mango. In den ersten Tagen haben wir immer noch im Dorf Mittag gegessen. Aber dann konnten wir immer erst nachmittags los und wir konnten auch gut mal ein paar Tage auf Reis am Mittag verzichten, denn abends gab es auch wieder welchen. 

An der Blauen Lagune waren wir oft ganz allein, wenn nicht gerade Boote mit Schnorchlern dort waren, die Fähren neue Gäste brachte oder an zwei Tagen in der Woche ein Schiff dort anlegte. 

Blaue Lagune- der Film

Den Film „Blaue Lagune“ kennen bestimmt viele. Und genau an diesem Strand gehen wir jeden Tag baden. Dafür laufen wir einmal quer über die Insel. Es ist wirklich wunderschön, weißer Sand, türkisblaues Wasser und ein toller Blick auf die kleinen Inseln um uns herum. Schnorcheln kann man hier gut, es gibt hier wirklich viele bunte kleine Fische. Auf der Nachbarinsel Turle-island steht noch die Hütte aus dem Film und irgendein Stein. Diese Insel ist aber privat und darf nicht besucht werden. Ich bin ehrlich, ich habe nur eine 3-Minuten-Sequenz aus dem Film gesehen. Deswegen sind wir auch nicht hier, das war eher Zufall, dass die Lagune hier auf der Insel liegt. 

Video von Julian Gehring

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